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Der Fastenmonat Ramadan

Der Monat Ramadan ist der neunte des islamischen Kalenders. Er dauert 29 oder 30 Tage und sein Beginn und Ende sind am Erscheinen des jeweiligen Neumondes abzulesen. Dadurch, dass der islamische, dem Mond folgenden Kalender, 354 Tage im Jahr zählt, wandert der Beginn des Ramadan, gemessen am Sonnenkalender, jedes Jahr um ca. 11 Tage nach vorn.

Die 27. Nacht (d. h. die Nacht vor dem 27. Tag) oder eine andere der letzten ungeraden Nächte des Fastenmonats wird als die Nacht angesehen, in der dem Propheten Muhammad die erste Offenbarung, der Beginn der 96. Sure, überbracht wurde. Diese Nacht, lailatu’l-qadr, verbringt man im Gebet und Gedenken an Allah. Eines der zahlreichen Bittgebete für diese Nacht lautet:

„allahumma innaka ‚afuwun karim, tuhibbu-l-afwa fa’fu’ani“ – „O Allah, du bist der Vergebende, Großmütige, du liebst die Vergebung, so vergib mir“.

Wer es ermöglichen kann, begibt sich während der letzten zehn Tage des Fastenmonats in eine Moschee, um sich dort, während er auch weiterhin fastet, zurückzuziehen und seine Zeit im Gebet und mit dem Lesen von Koran und sunna zu verbringen. Frauen  vollziehen diese Übung des I’tikaf meist zu Hause. Das Ende des Fastenmonats wird mit dem Idu’l-fitr, dem Fest des Fastenbrechens am ersten Tag des neuen Monats Schawwal begangen. Dieser Tag ist durch ein besonders Festgebet von zwei raka’at und mehreren takbir ausgezeichnet. Vor diesem Gebet hat man sich der Pflicht zu sadaqatu’l-fitr entledigt. Diese Abgabe besteht aus mindestens 3 Pfund Weizen oder 6 Pfund Gerste bzw. deren Gegenwert und ist an die Armen zu geben.

Der Fastentag

Der Fastentag im Monat Ramadan beginnt vor dem Morgengrauen und endet nach dem Sonnenuntergang. Noch in der Nacht nimmt man die sahur genannte letzte Mahlzeit zu sich. Die nijja für den Fastentag kann man mit folgenden Worten fassen: „wa bi-saumi dhadi-nawaitu“ – „ich beabsichtige, den folgenden Tag zu fasten.“
Während des ersten und aller folgenden Fastentage enthält man sich der Nahrung, Getränke, Genussmittel, geschlechtlicher Beziehung, üblem Tun und bösen Worten. Am Abend bricht man das Fasten mit der iftar-Mahlzeit. Mann kann daher die Worte sprechen: „allahumma laka sumtu wa a la rizqika aftartu“ – O Allah, um deinetwillen fastete ich und mit deiner Gabe breche ich das Fasten.“

Im Anschluß an das ischa-Gebet (vor dem witr) wird im Fastenmonat das tarawih-Gebet verrichtet. Es kann in Gemeinschaft, aber auch alleine vollzogen werden und besteht aus zwanzig raka’at, in Gruppen zu zwei oder vier raka’at, also mit zehn oder fünf salam insgesamt. Auch ist es üblich, an jedem der Tage des Fastenmonats ein dschuz des Koran zu lesen.

  • Altersschwache, unheilbar Kranke und Kinder sind vom Fasten entbunden.
  • Reisende, schwangere und stillende Frauen, Kranke, Alte und Schwerstarbeitende können das Fasten verschieben.
  • Menstruierende Frauen dürfen nicht fasten.

Bei Maliki gilt die nijja des ersten Fastentages für alle folgenden Fastentage im Ramadan*).
 

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